Mathematik

Im Zentrum gymnasialer Bildung steht die wissenschaftliche Grundbildung, d.h. die wissenschaftspropädeutische Auseinandersetzung mit dem Lehr- und Lerngegenstand. Dabei handelt es sich nicht um wissenschaftliches Arbeiten - denn dieses ist die Aufgabe der Universität -, sondern um Prinzipien von Unterricht und Bildung, die in der Auswahl der fachlichen Inhalte, in der Methodik des Arbeitens sowie in der Systematik der Fragestellungen von den Wissenschaften geprägt sind. Die Mathematik trägt durch die Bereitstellung logischer Systeme und die Modellierung von Wirklichkeit wesentlich zu bedeutenden Wissenschaftszweigen bei. Hieraus ergibt sich, dass die fachwissenschaftliche Kompetenz des Faches Mathematik eine der Grundlagen gymnasialer Bildungsarbeit darstellt.
Aber auch unter dem Aspekt des breiten Spracherwerbs ist das Fach Mathematik am Lessing-Gymnasium bedeutsam. Gerade die mathematische Fachsprache kontrastiert durch fehlende Redundanz und Beharren auf logischer Strenge zu anderen Sprachsystemen. An ihr wird im Vergleich mit Latein deutlich, was Sprachen im Kern verbindet und was als (wichtige) Anreicherung die jeweiligen Unterschiede bestimmt.
Im Bewusstsein um die Spannung zwischen Rigorosität des Subjekts und didaktischen Anforderungen bemühen sich die Lehrkräfte am Lessing-Gymnasium besonders, auf die Atmosphäre im Mathematikunterricht zu achten ("Nur wenn Lernen Spaß macht, kann man gut lernen", "Je mehr Spaß beim Lernen dabei ist, um so mehr kommt heraus").
Neue Themen werden langsam und ausführlich und mit abwechslungsreichem Anschauungsmaterial eingeführt. Die "Trainingsphase", in der Stoff eingeübt oder wiederholt wird, bietet Gelegenheit zu Gruppenarbeit. Wichtiges Element des Unterrichts ist die Vermittlung historischer Bezüge, an denen die Verbindung der Mathematik zur griechischen Kultur ebenso deutlich wird wie der dynamische Aspekt dieser Geisteswissenschaft.
In den Klassen Sexta bis Untersekunda wird der Unterricht mit 4 Wochenstunden, in der Obersekunda als Einführungsphase mit 3, und in der Unter- bzw. Oberprima als Qualifikationsphase im Grundkurs mit 4 und im Leistungskurs mit 5 Wochenstunden erteilt.
In der Untertertia nehmen die Schüler/innen verbindlich am Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen teil. Das Auswahlverfahren zur Teilnahme an der Deutschen Mathematik-Olympiade wird ebenso unterstützt wie die Teilnahme am Bundeswettbewerb Mathematik. Mit unregelmäßig angebotenen schulinternen Wettbewerben oder Arbeitsgemeinschaften will das Fachkollegium einen Beitrag zur Förderung der Kreativität möglichst vieler Schüler leisten.

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Lehrplan für das Fach Mathematik